Am Samstag Nachmittag um 17.00 Uhr kamen die ersten auf der Wiese in Bad Orb an. Wir räumten erst mal aus und bauten unsere Zelte auf. Bei einigen dauerte das ziemlich lange, da sie recht große Zelte dabei hatten, die sie noch nie alleine aufgebaut hatten. Eva, Michael und Ursula hatten eine Musikanlage und mp3s mitgebracht. So fingen wir bald an Musik zu hören und die ersten Würstchen zu grillen. Während dem Essen unterhielten wir uns (z.B. über jemanden aus unserer Runde der jetzt unser Land beschützen will, aber Angst vor 2 Frauen hat) und sprüten uns nebenbei auch schon mal mit Autan (Mückenschutz) ein.
Eigentlich waren wir 10 Leute, aber zwischendurch kamen Mehrere mal kurz vorbei. Einige spielten mit Hund Lilli und andere hatten Spaß daran sich gegenseitig Schuhe zu klauen, mit Graß zu beschmeißen oder rumzutragen. Martina hat natürlich alles fotografiert.
Später setzten wir uns dann alle gemütlich ums Feuer (Lilli war mittlerweile gegangen) und hörten Musik. Aber das wurde nach einer Weile zu langweilig und wir starteten mitten in der Nacht ein Fußballspiel.
Gegen 1.00 Uhr nachts ging Markus dann schlafen. Doch damit blieb er auch der Einzige. Etwa eine Stunde später bauten wir noch Christophers Zelt auf, der es am Vortag vergessen hatte. Es konnte ja niemand ahnen, dass er nicht darin schlafen würde. Aber immerhin: Ohne das Zelt wäre er bestimmt nass geworden.
Kurz darauf machten wir die Musik aus. Dann begannen erst die wirklich interessanten Gesprächsthemen. Es wurde über Chemie, Physik, Mathematik und Biologie gesprochen. Katja hat angefangen mit der Schwerkraft zu experimentieren, Michael erläuterte uns allen die Sichtweise eines Geiers (gut: eigentlich meinte er einen Adler oder eine Eule) und Christopher lieferte uns ein praktisches Beispiel für die Kraft der Einbildung.
Kritisch wurde es etwas später: Um 4.00Uhr konnten Katja und Michael die Uhr nicht mehr lesen. Aber da waren wir auch alle ziemlich müde. Um uns abzulenken haben wir also noch mehr geredet. Beispielsweise haben wir festgestellt, dass "heute ja schon morgen ist" und dass wir unser "mündliches Abitur schreiben" und uns "die Untertitel von Filmen anhören" sollten.
Dann bekamen wir allmählich Hunger. Also holte Michael Brot und Nutella aus seinem Wagen und Ina und Kerstin schmierten Brote ( der Kuchen war längst aufgegessen).
Um ca. 6.30 Uhr kam dann auch Markus wieder aus seinem Zelt gekrochen. Trotz Stunden von Schlaf so er nicht viel wacher aus als wir Wachgebliebenen. Um etwas fit zu werden joggten Ina, Anna, Christopher, Katja und Kerstin ein bisschen durch die Wiesen.
Ala sie wiederkamen, hatte man die Musik wieder angemacht. Ein 7 Minuten langes Lied, welches uns nachts noch genervt hatte gefiel uns jetzt so gut, dass Eva, Ina, Katja und Kerstin anfingen darauf zu tanzen. Leider war Martinas Film voll, sodass sie es nicht mehr fotografieren konnte. Aber wir hatten trotzdem alle noch mal richtig Spaß.
Kerstins Eltern kamen gegen 8.00Uhr und wollten uns mit 40 Eiern, 5l Milch, 2 Broten und einem Glas Nutella aus den Zelten locken. Obwohl wir nicht aus den Zelten kamen stürzten wir uns mit Heißhunger auf das Frühstück. Danach unterhielten wir uns noch und massierten uns vor allem gegenseitig. Denn die Klappstühle, die Partybänke und die kaputte Liege waren nicht sonderlich toll für unsere Nacken gewesen. Danach begannen wir mit dem Einräumen unserer ungebrauchten Zelte, Schlafsäcke, Luftmatratzen und Isomatten.
Um ca. 11.00 Uhr kam Evas Freund Marc zu uns und schon kurz darauf fuhren wir auch alle nach Hause. Ich glaube, wir waren alle ziemlich müde an den nächsten Tagen, aber wir sind uns, denke ich, auch einig, dass es sich auf jeden Fall gelohnt hat.