Pressemitteilung

zurück vor

zurück zu Judoaktuell

24.04.04 -- Kata-Workshop

Kata

Gelnhäuser Judoka auf Kata-Workshop in Wiesbaden

Am Samstag, den 24. April besuchten 6 Judoka des Gelnhäuser Judoclubs Renshinkan den Bundesoffenen Kata-Workshop in Wiesbaden. Ziel des Workshops war es, den zahlreichen Teilnehmern diese traditionelle Form des Judo näher zu bringen. Der Lehrgang begann um 10 Uhr im Otto-Schmelzeisen-Dojo, der Halle des Judo-Clubs Wiesbaden und wurde von Klaus Hanelt, dem Kata-Beauftragten des Deutschen Judo-Bundes und mehreren Deutschen Kata-Meistern geleitet.

Angeboten wurden vier traditionelle Kata des Kodokan-Judo. Die Nage-no-kata ist die Form des Werfens, in der die Prinzipien der Wurftechniken in fünf Gruppen dargestellt werden. Mit ihr beschäftigten sich Mareike Kalweit und Ursula Anton sowie Markus Suchy und Daniel Glock. Beide Paare lernen die Kata in Hinblick auf ihre nächste Gürtelprüfung. Die Katame-no-kata erklärt die Prinzipien der Bodentechniken, also der Haltegriffe, Hebel und Würgegriffe. Auch Eva und Michael Anton benötigen diese Kata für ihre nächste Prüfung. Ohne Gelnhäuser Teilnehmer wurde Kodokan-goshin-jutsu, die Kata der Selbstverteidigung angeboten. Es wird die Abwehr gegen Angriffe mit Fäusten, Messer, Schwert und Pistole gezeigt. Die Ju-no-kata muss in der Prüfung für den 4. schwarzen Gürtel gezeigt werden. Sie vermittelt grundlegende Judo-Prinzipien mit Hilfe stilisierter Angriffe und Verteidigungen, z.B. wird das Prinzip des Nachgebens als Mittel der Verteidigung dargestellt.
Seit diesem Jahr wurde dem Prüfungsfach Kata ein noch größeres Gewicht gegeben. Was bisher nur für die Dan(Meister)-Prüfungen gezeigt werden musste, erlernen jetzt bereits die Schüler. Die ersten drei Gruppen der Nage-no-kata sind Bestandteil der Prüfungen bis zum braunen Gürtel, der Stufe vor den Meistergraden.

Bei den verschiedenen Kata geht es im Gegensatz zum Wettkampf-Judo nicht darum, den Gegner zu besiegen. Die Partner treten vielmehr gemeinsam an, um die einstudierte Technikabfolge so präzise wie möglich darzubieten. Auf den Meisterschaften gewinnt das Paar, welches mit der größten Harmonie und Ausdruckskraft fehlerfrei die der Kata zugrundeliegenden Judo-Prinzipien zeigt. Es ist also ein enormes Maß an Disziplin gefragt, um die Kata mit der erforderlichen geistigen und körperlichen Kontrolle wirkungsvoll darzustellen.

Ob die Gelnhäuser gut aufgepasst haben wird sich im Juli zeigen, dann starten wieder mehrere Paare auf den Hessischen Kata-Meisterschaften in Mörfelden-Walldorf. Bis dahin ist noch Zeit, das in Wiesbaden gelernte zu Hause im Training umzusetzen.


Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Eva Anton, Pressewartin

pressewart@renshinkan.de