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Vereins-Chronik

Zusammengestellt von Knut Himstedt anläßlich der 25-Jahrfeier des Vereins.

Zur Geschichte des Judoclubs Renshinkan Gelnhausen

1975

Als am 15.12.1975 der Judoclub Renshinkan Gelnhausen gegründet wurde, gab es den Judosport bereits seit etwa zwei Jahren in dieser Stadt. Im Rahmen der Volkshochschule leitete der Braungurt Wilfried Richter, ein erfahrener Trainer, Kurse in dieser Sportart. Auf diese Weise kam auch Knut Himstedt, der später den Anstoß auf Vereinsgründung gab, etwa 1974 zu diesem Sport. Die Organisation des Judosportes über die Volkshochschule, die auch nach der Vereinsgründung beibehalten wurde, war natürlich sehr vorteilhaft, denn auf diese Weise hatte man einen bezahlten Trainer, ohne dass für den Verein Kosten entstanden. Aber auch bevor der Verein gegründet wurde, gab es im Rahmen der Volkshochschule Gürtelprüfungen mit regem Zuspruch. So bestanden am 12.11.1975 37 Anwärter ihre Gürtelprüfung unter Aufsicht von Rüdiger Kotte (3. Dan) und Gerd Nickmann (2. Dan). Auch einen Wettkampf gab es schon, bei dem die Abteilung der Volkshochschule gegen Geislitz mit 4:3 gewann. Wollten die Gelnhäuser aber an größeren Wettkämpfen teilnehmen, wofür es immer mehr Interessenten gab, mussten sie sich einer Kreisauswahl anschließen, wie aus einem Pressebericht vom Dezember 1975 hervorgeht. In der Judobezirksliga startete eine Main-Kinzig-Auswahl mit mehreren Gelnhäuser Kämpfern, die unter elf beteiligten Mannschaften einen vierten Platz belegte. Dies konnte auf Dauer keine Lösung sein.

Daher ergriffen Himstedt und Richter die Initiative zur Vereinsgründung. Am 15. Dezember 1975 fanden sich 14 erwachsene Freunde des Judosportes zusammen, um den Verein Renshinkan Gelnhausen zu gründen. Die Unterschriften dieser 14 Gründungsmitglieder finden sich unter der zu Beginn der Versammlung beschlossenen Satzung. Zum 1. Vorsitzenden wurde Knut Himstedt, zum 2. Vorsitzenden Wilfried Richter gewählt. Weiter Vorstandsmitglieder waren Renate Bitmer Kassenwart), Michael Aull (Schriftführer), Ottmar Preuß (Jugendwart) und Ida Paulmichel (Jugendwartin). Wilfried Richter hatte auch das Amt des Sportwartes inne, Knut Himstedt war Pressewart. Der Monatsbeitrag für Erwachsene betrug 4,- DM, der für Jugendliche 2,- DM. Während die meisten Judoclubs der Umgebung vorwiegend aus Jugendlichen bestanden, fällt auf, dass Renshinkan Gelnhausen schon sehr früh einen beachtlichen Anteil von erwachsenen Mitgliedern hatte, was für die Vereinsarbeit recht vorteilhaft war.


1976

Anfang 1976 trat der Verein dem Hessischen Judoverband bei, im April 1976 wurde der Judoclub Renshinkan Gelnhausen Mitglied des Landessportbundes Hessen.

Bereits im zweiten Jahr seines Bestehens organisierte der Judoclub Gelnhausen die Kreismeisterschaft. Diese Veranstaltung endete mit einer Überraschung, ja fast mit einer Sensation. Als die Ergebnisse aller Wettkämpfe ausgewertet waren, zeigte es sich, dass der junge Judoclub Renshinkan Gelnhausen den Pokal für den erfolgreichsten Verein errungen hatte." (Gelnhäuser Tageblatt). Bei den Männern konnte Gelnhausen mit Klaus-Dieter Dafümeier in der Klasse über 93 kg und mit Klaus-Dieter Heinz in der 70-kg-Klasse zwei Kreismeister stellen. Auch in der 80-kg-Klasse war Gelnhausen gut vertretenund erfolgreich. Helmut Paulmichel, der nur gegen einen erfahrenen Schwarzgurt verlor, wurde Zweiter, auf den dritten Platz kamen gemeinsam Oswald Bitmer und David Urbani. In der 93-kg-Klasse belegten
Rolf Steinmüller einen 2. und Ottinar Preuß einen 3. Platz. Die Jugendlichen waren noch nicht ganz so weit, sodass nur zwei 3. Plätze erreicht werden konnten: Schaffner (57 kg) und Reitz (80 kg). Bei einer gesondert durchgeführten Kreismeisterschaft der Damen stellte der Verein zwei Kreismeisterinnen: Renate Bittner (56-kg) und Karin Dahlmeier (61-kg).

An der Gürtelprüfung am 2.6.1976 nahmen 40 Sportler teil und bestanden sie. Sportwart Wilfried Richter zeigte sich sehr erfreut über die guten Leistungen. Der Verein habe nun vier neue Blaugurte. Zudem sei mit Detlef Stuhl ein Schwarzgurt von auswärts zum Verein hinzu gezogen. Am 8.12.1976 gab es erneut eine Gürtelprüfung, bei der 37 Judokas ihre Prüfung bestanden.

1977

Bei der Jahrehauptversammlung am 13.5.1977 gab es geringfügige Änderungen bzw. Ergänzungen im Vorstand. Oswald Bitmer wurde Jugendwart, Roland Ullmann Schriftführer, Herman Friedrich Pressewart und Birgit Spahn Pressewartin. Im Haushaltsjahr 1976 betrugen die Einnahmen 5350 DM, die Ausgaben 3376 DM. Der Beitrag für Erwachsene wurde monatlich auf 6,-- DM festgelegt, der für Jugendliche und Schüler auf DM 4,-- . Zum Stichtag 1.1.1977 meldete der Verein 18 Mitglieder über 21 Jahre, 21 Jugendliche zwischen 15 und 21 Jahren und 16 Schüler unter 14 Jahren an den Landesverband. 7 der Erwachsenen und 8 der Jugendlichen wurden 1976 zu Wettkämpfen eingesetzt.

An der Gürtelprüfung am 14.12.1977 nahmen 32 Sportler erfolgreich teil. Vier von ihnen schafften den Braungurt: Steinmüller, Noske, Jaschinski und Himstedt. Auch im Jahre 1977 führte Gelnhausen die Kreismeisterschaft für Männer und männliche
Jugend durch. Diesmal waren die Gelnhäuser nicht ganz so erfolgreich, denn sie kamen in der Mannschaftswertung auf Platz drei. Lediglich Rolf Steinmüller konnte in der 86-kg-Klasse Kreismeister werden. Dazu kamen drei dritte Plätze durch Specht (63 kg), Böhm (70 kg) und Dahlmeier (95 kg:).

1978

Am 18.4.1978 fand die Jahreshauptversammlung statt. Einige Änderungen an der Satzung wurden einstimmig beschlossen. Die Satzung wurde nun einer Prüfung durch das Finanzamt Offenbach unterzogen, die die Gemeinnützigkeit des Vereins sicherstellen sollte. Nach dieser Prüfung würde dann durch Eintragung beim Amtsgericht Renshinkan Gelnhausen ein e.V. Die Anzahl der ordentlichen Mitglieder war inzwischen auf ca. 90 angestiegen. Bei der Vorstandswahl gab es nur eine Änderung: Pressewart wurde Jürgen Froese.

Sehr erfolgreich war der Verein bei den am 15.1.1978 in Gelnhausen durchgeführten Kreismeisterschaften, bei denen zahlreiche hervorragende Plätze erzielt wurden. Kreismeister wurden Walter Igumnow (60 kg), Oswald Bitmer (78 kg) und Ottmar Preuß (86 kg). Zweite Plätze belegten Fröse, Schulz und Grau, auf Platz drei kamen Krack und Schließmann. Bei der Jugend belegte lediglich Gackenheimer einen dritten Platz. Damit war Gelnhausen eindeutiger Mannschaftssieger vor Ippon Hanau und JC Bischofsheim.

Am 25.Jum 1978 veranstaltete der Judoclub Renshinkan Gelnhausen in der Sporthalle der Philip-Reis-Schule eine Stadtmeisterschaft. Im August befand sich eine amerikanische Judogruppe in Gelnhausen, die im Rathaus von Bürgermeister Jürgen Michaelis und von Stadtverordnetenvorsteher Knut Himstedt begrüßt wurde. Bei den Wettkämpfen am folgenden Tag zeigten sich die Gäste den Gelnhäusern allerdings deutlich überlegen, zumal sie aber auch meist höher graduiert waren. Insgesamt siegten sie mit 23:10 Kämpfen, Jugendliche, Männer und Frauen zusammengezählt Bei einem internationalen Treffen in Österreich nahmen drei gelnhäuser Jugendliche teil. Hervorzuheben ist der gute dritte Platz von Norbert Kühn. Beim Altstadtfest der Stadt Gelnhausen führte der Verein eine Werbeveranstaltung auf dem Obermarkt durch. In dieser Saison gingen die Gelnhäuser mit einer Mannschaft in der Wellerauer Bezirksliga an den Start und wurden ungeschlagen Bezirksmeister. Die Abschlusstabelle lautete: 1. Renshinkan Gelnhausen 12:0, 2.TG Bad Homburg 8:4, 3.SG Nied 8:4, 5. Ippon Hanau 6:6, 5. TG Höchst 6:6, 6. SG Mühlheim 6:6 Somit war Gelnhausen berechtigt, im kommenden Jahr an der Aufstiegsrunde für die Landesliga teilzunehmen.

1979

In der Jahrehauptversammlung am 20.3.1979 gab der 1. Vorsitzende Knut Himstedt bekannt, dass die Eintragung in das Vereinsregister noch nicht stattfinden konnte, da das Finanzamt die Gemeinnützigkeit des Vereins noch nicht bestätigte. Zuvor soll der §9 geändert werden, was die Versammlung dann einstimmig beschloss. Weiter wurde mitgeteilt, dass nunmehr 78 Vereinsmitglieder dem Judoverband und dem Landessportbund gemeldet sind. Da Himstedt vom Amt des 1. Vorsitzenden zurücktrat, wurde auf seine Empfehlung Wilfried Richter zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Himstedt übernahm das Amt des 2. Vorsitzenden des Clubs. Durch die Initiative von Wilfried Richter und Oswald Bitmer wurde der untere Raum im Schifftor, den die Stadt Gelnhausen dem Verein zur Verfügung stellte, weitgehend als Vereinsheim ausgebaut und fertiggestellt. Der Verein hatte nach wie vor zwei Trainingsabende (Montag und Mittwoch) in der Philip-Reis-Schule, wobei fünf verschiedene Gruppen trainiert wurden. Inzwischen standen vier Schwarzgurte (1. Dan) und fünf Braungurte als Trainer zur Verfügung.

Am Altstadtfest beteiligte sich der Judoclub mit einem Verkaufsstand für Getränke.

Wilfried Richter wurde einstimmig von der Kreisvollversammlung zum Kreisfachwart für Judo gewählt. Auch die Position des Kassenwartes übernahm mit Detlef Stuhl ein Gelnhäuser. Für seine erfolgreiche Tätigkeit als Kampfrichter erhielt Wilfried Richter die Ehrennadel in Bronze.


Höhepunkt des Jahres 1979 war der Besuch einer Gruppe von 30 Judokas aus dem Main-Kinzig-Kreis in den USA. Die Mannschaft, zu der auch fünf Gelnhäuser gehörten, war vom 12. bis 27. August zu Gast in der Stadt Decatur im Staate Illinois. Wie Wilfried Richter, der Leiter und Organisator der Fahrt berichtete, wurden die Deutschen geradezu von der Gastfreundschaft der Amerikaner überrannt. Natürlich gab es einige Wettkämpfe und gemeinsames Training. Sportlicher Höhepunkt war ein Vergleichskampf zwischen den Judosportlern des Main-Kinzig-Kreises und einer überregionalen amerikanischen Mannschaft. Für den Gesamtsieg wurden die Deutschen durch einen Pokal ausgezeichnet Alles in allem war die Reise für die Teilnehmer ein außerordentliches Erlebnis.

Da der Aufstieg in die Landesliga nicht geklappt hatte, startete die Mannschaft von Renshinkan Gelnhausen erneut in der Bezirksliga Ost. Sieben Siege und zwei Niederlagen brachten die Gelnhäuser am Ende auf den zweiten Platz, wodurch sie erneut berechtigt waren, im kommenden Februar um den Aufstieg in die Landesliga zu kämpfen. Erfolgreiche Kämpfer waren: Karl-Heinz Weinrich, Werner Hatzky, Rolf Steinmüller, Walter Igumnow, Oswald Bitmer, Kahl und Krämer.


1980


Der Judoclub Renshinkan Gelnhausen wurde am 23.1.1980 in das Vereinsregister unter VR 492- eingetragen.

Wie bereits 1979 fand die Jahreshauptversarnmlung 1980 im ,,Turm" (Schifftor) statt. Im Vorstand gab es lediglich eine Änderung: Wilfried Richter gab das Amt des Sportwartes ab, neu in dieser Funktion war Detlef Stuhl. Kassenwartin Renate Bittner hob hervor, dass die Kassenlage des Vereins derzeit sehr gut sei, weshalb längerfristig keine Beitragserhöhungen zu erwarten seien. In der Versammlung wurde auch berichtet, dass erstmalig ein Sportler, der den Judosport in unserem Verein erlernte, den 1. DAN erreichte: Knut Himstedt. Die Judokas Detlef Stuhl und Werner Hatzky absolvierten erfolgreich ihre Prüfling zum 2. DAN. Erstmalig wurde ein Vergnügungsausschuss mit Mathilde Ackermann und Roswitha Hollitzer gebildet, die vor allem eine Veranstaltung zum 5-jährigen Bestehen des Clubs organisieren sollte. Am Ende des Jahres 1980 hatte der Verein 94 männliche und 18 weibliche, also insgesamt 112 Mitglieder. Für das Jahr 1980 liegt erstmals ein Sportbericht vor, sodass man einen recht guten Überblick über die einzelnen Vorgänge hat.


Am 28. Mai fand eine Gürtelprüfung statt, die 43 Teilnehmer erfolgreich absolvierten. Bei einer zweiten Prüfling am 17. Dezember gab es 21 erfolgreiche Teilnehmer.

Am 30. Mai fand in Frankfurt eine DAN-Prüfung statt, bei der Knut Himstedt den 1. DAN erreichte.

Bei den Einzelmeisterschaften der Männer war Rolf Steinmüller sehr erfolgreich. Zunächst schaffte er im Bezirk den 3. Platz, wodurch er zur Hessenmeisterschaft qualifiziert war. Dort steigerte er sich auf Platz 2, was ihm die Teilnahme an der Süd-West-Deutschen Meisterschaft ermöglichte. Ein ausgezeichneter 5. Platz war die Anerkennung für regelmäßiges Training.


Nachdem der Aufstieg in die Landesliga gelungen war, kämpfte die Männermannschaft dort außerordentlich erfolgreich und gewann alle sechs Wettkämpfe: Flieden 4:3, Erbach 6:1, Wiesbaden-Kiedrich 4:3, Darmstadt 4:3, Kassel 6:1 und Grün-Weiß Frankfurt 4:2. Dies brachte den Aufstieg in die Oberliga, ein ganz hervorragender Erfolg für Renshinkan Gelnhausen. Die siegreiche Mannschaft sei hier erwähnt: 60kg Walter Igumnow 65 kg Karl-Heinz Weinrich 71 kg Michael Beinenz 78 kg Oswald Bittner, Jürgen Busse 86 kg Werner Hatzky, Siegfried Kohn
95 kg Rolf Steinmüller + 95kg Ottmar Preuß, Norbert Krämer

Im Verein gab es inzwischen so viele gute Kämpfer, dass auch eine zweite Männermannschaft in der Bezirksliga-Ost gemeldet werden konnte. Sie belegte unter 13 Teilnehmern den siebten Platz.

Bei den Kreismeisterschaften, die erneut in Gelnhausen ausgetragen wurden, gab es vier Titel für Renshinkan: Männliche Jugend bis 75 kg: Peter Böhm; Männer bis 60 kg: Walter Igurnow; Männer bis 65 kg: Karl-Heinz Weinrich und Männer bis 86 kg Manfred Krack. In der Mannschaftswertung kam Gelnhausen auf Platz 1. Im Sommer gab es eine Fahrt einer Main-Kinzig-Auswahl in die CSSR, an der auch einige gelnhäuser Judokas teilnahmen Die Veranstaltung wurde als ein unvergessliches Erlebnis geschildert.



1981

Im Jahre 1981 trat überraschend Wilfried Richter vom Amt des 1. Vorsitzenden zurück, wie der 2. Vorsitzende Knut Himstedt der Jahreshauptversammlung am 25.3. mitteilte. Himstedt wurde dann zum 1. Vorsitzenden gewählt, als 2. Vorsitzender kam Karl-Heinz Jaschinsky neu in den Vorstand. Die Anzahl der Mitglieder war auf 123 angestiegen. Dabei ist sehr ungewöhnlich für Judovereine, dass nur etwa ein Viertel der Mitglieder Jugendliche und Schüler waren, der Großteil des Clubs bestand also aus Erwachsenen. Viel Anklang fanden drei Schauvorführungen des Judoclubs: Deutsch-amerikanisches Freundschaftstreffen in Roth, Altstadtfest in Gelnhausen und Sportlerball.

Der Aufenthalt des JCRG in der Oberliga war recht kurz Am ersten Wettkampftag gab es zwei unglückliche 3:4 Niederlagen gegen Geisenheim und Langen. Da sich Rolf Steinmüller verletzt hatte gingen die beiden Wettkämpfe am zweiten Wettkampftag glatt verloren. Nun verletzte sich auch noch Oswald Bitmer, der sogar in das Krankenhaus musste. Unter diesen Umständen zog der Vorstand die Mannschaft aus der Oberliga zurück und trat zum dritten Termin nicht mehr an.

Ende Juni gab es eine Gürtelprüfung, die von allen Teilnehmern, die gut vorbereitet waren, bestanden wurde. 17 Teilnehmer erhielten den Gelbgurt, 5 den Orangegurt und 2 den Grüngurt. Je ein Sportler konnte sich den blauen und den braunen Gürtel umbinden.

1982

Bei der Jahreshauptversammlung am 1.3.1982 gab es einige Änderungen im Vorstand. 1 Vorsitzender wurde Karl-Heinz Jaschinsky, Knut Himstedt übernahm erneut die Position des 2. Vorsitzenden. Nach sechs Jahren schied Renate Bittner als Kassenwartin aus, ihr Nachfolger war Uwe Zinner. Veronika Strasser wurde Jugendwartin, ein Amt, das zuvor nicht besetzt war. Die Versammlung hob die Beiträge folgendermaßen an: Erwachsene 8,- DM, Jugendliche 6,-DM und Familienbeitrag 15,-- DM. Die neuenschmittener Mitglieder beantragten, für sie eine eigene Abteilung zu bilden. In der Diskussion wurde dann festgestellt, dass die neuenschmittener Judokas vollwertige Mitglieder mit allen Rechten und Pflichten seien. Eine eigene Abteilung für sie wurde daher abgelehnt. Der allgemeine Trainingsbetrieb wurde als hervorragend geschildert, was unter anderem darauf zurückzuführen sei, dass dem Verein 6 Schwarzgurte und 4 Kampfrichter zur Verfügung standen.


In der Landesliga hatte die erste Mannschaft einen schweren Stand, denn viele erfahrene Kämpfer standen aus verschiedenen Gründen nicht mehr zur Verfügung. So ging ein neu gebildetes Team mit vielen unerfahrenen Judokas an den Start. Beim ersten Durchgang gab es dann auch gleich drei Niederlagen. Die zweite Runde verlief etwas günstiger, denn neben zwei verlorenen Kämpfen gab es auch einen 5:2 Erfolg gegen Kronberg. Die Punkte errangen Walter Igumnov, Michael Beinenz, Jürgen Froese, Günter Limbach und Wilfried Schliewmann. Im dritten Durchgang hatte Gelnhausen gegen die erwartet starken Gegner nichts zu bestellen. Alle drei Kämpfe gingen glatt verloren. Walter Igunmov ragte als einziger Gelnhäuser heraus, denn er gewann alle seine drei Kämpfe. Einmal siegreich war Achim Freund. Damit musste Gelnhausen aus der Landesliga absteigen.

Noch im Herbst desselben Jahres wurde eine Wettkampfrunde in der Bezirksliga ausgetragen. Mit drei Siegen, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen belegte die Mannschaft aus Gelnhausen den 5. Platz in der Abschlusstabelle. Vorteilhaft hatte sich bemerkbar gemacht, dass Werner Hatzky reaktiviert werden konnte, denn er holte trotz Trainingsrückstand drei wichtige Punkte. Die Kreiseinzelmeisterschaft war recht gut besucht, 9 Gelnhäuser gingen an den Start. Kreis- meister wurde bei der Jugend nach guter Leistung Carrie Hug. Auch bei den Männern gab es zwei Siege: Günter Limbach und Jürgen Froese. Hinzu kamen noch vier dritte Plätze.

Zum Jahresabschluss gab es wieder eine Gürtelprüfung im Dezember mit 20 Teilnehmern. 14 Prüflinge schafften den Gelbgurt, 5 den Orangegurt und einer den grünen Gürtel. Im Dezember bestand Horst Goenrich, der bereits einige Zeit
Vereinsmitglied war, die Prüfling zum Schwarzgurt.

1983

Bei der Jahreshauptversammlung am 14. März trat Knut Himstedt vom Amt des 2. Vorsitzen- den zurück. Dies machte eine Neuwahl notwendig, bei der Werner
Hatzky in diese Funktion kam. Für alle anderen Vorstandsmitglieder stand keine Neuwahl an. Gerd Niegemann, Kampfrichterobmann des Hessischen Judoverbandes, leitete einen zweitägigen Lehrgang auf der Ronneburg, bei dem auch einige Mitglieder von Renshinkan Gelnhausen sowohl praktische als auch theoretische Kenntnisse erwarben.

An der Kreiseinzelmeisterschaft in Mühlheim nahmen 80 Kämpfer aus 11 Vereinen teil, wie Kreisfachwart Wilfried Richter mitteilte. Die Erfolge der Gelnhäuser waren eher bescheiden. Bei den Männer gab es drei Platzierungen: 2. Rainer Schulz (86 kg), 3. Günter Limbach und Klaus Simon (95 kg). Zu der Bezirkseinzelmeisterschaft führen nur zwei Gelnhäuser Judokas. Jürgen Froese (75 kg) kam auf Platz 5, Günter Limbach (95 kg) erkämpfte einen guten 2. Platz.

Bei der Bezirksmannschaftsmeisterschaft in Friedberg-Auerbach gab es zunächst zwei Erfolge gegen Alsfeld mit 6:1 und gegen Samurai Offenbach mit 4:2. Nur der Wettkampf gegen die starke Kampfgemeinschaft Niederdorffelden/Bischofsheim ging glatt mit 1:6 verloren. Karl-Heinz Weirich schaffte den einzigen Erfolg. Damit kam Gelnhausen auf Platz 2 und hatte sich für die Aufstiegsrunde zur Landesliga qualifiziert.

Am Freitag, dem 2. September veranstaltete der Judoclub Renshinkan Gelnhausen sein schon traditionelles Grillfest in Bad-Soden-Salmünster. Wie auch in den vergangenen Jahren war Michael Aull für die Organisation verantwortlich. Es hatten sich 40 Vereinsmitglieder in der Grillhütte zusammengesetzt, um bei Steak, Bier und Gesang einen gemütlichen Abend zu verbringen.


Der Judoverein dankt Knut Himstedt an dieser Stelle noch einmal herzlich für die Zusammenstellung der Vereinsgeschichte.

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